🔁 Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2026

PKV Änderungen 2026:
Alle wichtigen Neuerungen im Überblick

Neue Versicherungspflichtgrenze, elektronische Patientenakte, geänderte GKV-Beiträge und die Tarif-Sieger 2026 – dieser Artikel hält Sie auf dem aktuellen Stand.

Die wichtigsten PKV/GKV-Kennzahlen 2026

Folgende Grenzwerte und Zahlen sind für Ihre Entscheidung zwischen PKV und GKV im Jahr 2026 maßgeblich:

77.400 € Jahresarbeitsentgeltgrenze
(Versicherungspflichtgrenze)
↑ +1.800 € ggü. 2025
6.450 € Monatliche Grenze
zum PKV-Wechsel
↑ +150 €/Monat
14,6 % GKV-Beitragssatz
(allgemein)
→ unverändert
∅ 2,5 % Kassenindividueller
GKV-Zusatzbeitrag
↑ +0,4 % ggü. 2025
Was bedeutet die neue Grenze für Sie? Wenn Ihr Bruttojahresgehalt 2026 die 77.400 €-Marke überschreitet und dies in drei aufeinanderfolgenden Monaten der Fall war, können Sie zum 1. des übernächsten Monats in die PKV wechseln. Wichtig: Die Grenze muss für das gesamte Jahr 2026 prognostisch überschritten werden.

Elektronische Patientenakte (ePA) ab 2026: Was PKV-Versicherte wissen müssen

Die elektronische Patientenakte ist eine der bedeutendsten Änderungen im deutschen Gesundheitssystem 2025/2026. Nach einem bundesweiten Rollout seit Anfang 2025 ist die ePA nun vollständig eingeführt. PKV-Versicherte sind von der gesetzlichen ePA-Regelung nicht automatisch eingeschlossen – ihre Versicherer bieten jedoch zunehmend kompatible Lösungen an.

Januar 2025 – Pilotregionen

Start der ePA in Hamburg, Franken und Nordrhein als Testregionen für GKV-Versicherte.

März 2025 – Bundesweiter Rollout GKV

Alle GKV-Versicherten erhalten automatisch eine ePA (Opt-out möglich). Primärärzte, Fachärzte und Krankenhäuser können Daten eintragen.

Q1 2026 – PKV-Integration

Führende PKV-Anbieter (AXA, Debeka, Allianz) stellen kompatible digitale Gesundheitsakte-Apps bereit, die mit der ePA-Infrastruktur kommunizieren können.

Mitte 2026 – Vollintegration geplant

Geplante vollständige Interoperabilität: PKV-Versicherte sollen ePA-Daten direkt mit Ärzten und Apotheken teilen können – unabhängig vom Versicherer.

Vorteile der ePA für PKV-Versicherte

  • Bessere Versorgungsqualität: Behandelnde Ärzte haben sofortigen Zugriff auf relevante Voruntersuchungen, Medikamentenlisten und Befunde
  • Weniger Doppeluntersuchungen: Teure und unnötige Wiederholungen von Bluttests, Röntgen etc. können vermieden werden
  • Erleichterte Versichererwechsel: Gesundheitsdaten sind bei einem PKV-Wechsel leichter verfügbar – hilfreich bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen
  • Notfallversorgung: Im Notfall haben Ärzte schnellen Zugriff auf Medikamentenallergien und Vorerkrankungen
Wichtig für PKV-Versicherte: Die Nutzung der ePA ist freiwillig. Kein Versicherer darf die ePA-Nutzung zur Bedingung machen oder Beitragsrabatte davon abhängig machen. Fragen Sie Ihren PKV-Anbieter, welche digitalen Gesundheitslösungen er 2026 anbietet.

PKV Tarif-Sieger 2026: Direkter Vergleich der besten Anbieter

Welche PKV-Tarife empfiehlt sich 2026 besonders? Die folgende Tabelle zeigt die Stärken der führenden Anbieter nach verschiedenen Kriterien – ausgewertet nach Beitragsstabilität, Leistungsumfang und Kundenzufriedenheit. Hinweis: Individuelle Angebote hängen immer von Alter, Gesundheitszustand und gewünschtem Tarif ab – eine persönliche Beratung ist unerlässlich.

Anbieter Besondere Stärke 2026 Beitragsstabilität Leistungsumfang Empfehlung für
Debeka 🏆 Stabilitäts-Sieger Konstant niedrige Beitragsanpassungen, hohe Altersrückstellungen ★★★★★ ★★★★☆ Langfristig denkende Versicherte, Beamte
Signal Iduna 🏆 Leistungs-Sieger Umfangreiche Zahn- und Naturheilkundeleistungen, starke Auslandsabsicherung ★★★★☆ ★★★★★ Wer maximale Leistungen will, Selbstständige
HUK-COBURG ✅ Preis-Leistungs-Tipp Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, einfache Tarifstruktur ★★★★☆ ★★★★☆ Einsteiger, Berufsstarter, kostenbewusste Wechsler
AXA Digitale Gesundheitsservices, ePA-Integration, flexible Tarife ★★★☆☆ ★★★★★ Digital-affine Versicherte, Familien
Allianz Breite Tarifpalette, starke Chefarzt-/Klinikregelungen ★★★☆☆ ★★★★★ Manager, Vielreisende, Privatklinik-Wünsche
Barmenia 📈 Beamten-Tipp Spezialisierte Beihilfetarife, sehr gute Beihilfe-Ergänzungstarife ★★★★☆ ★★★★☆ Beamte aller Besoldungsgruppen
Gothaer Günstige Einsteigertarife, solide Basisleistungen ★★★★☆ ★★★☆☆ Junge Selbstständige, Budgetbewusste

*Bewertungen basieren auf Marktanalysen, Stiftung Warentest-Ergebnissen und Erfahrungswerten aus der Beratungspraxis. Individuelle Tarife können abweichen. Alle Empfehlungen ohne Gewähr – persönliche Beratung empfohlen.

💡 Experten-Tipp: Entscheiden Sie sich nie allein nach dem monatlichen Beitrag. Entscheidend ist die langfristige Beitragsstabilität. Ein Tarif, der heute 80 € günstiger ist, kann in 10 Jahren durch höhere Anpassungsraten teurer sein als ein stabilerer Tarif.

GKV-Änderungen 2026: Was sich für Kassenversicherte ändert

Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es 2026 Änderungen, die Ihre PKV-Entscheidung beeinflussen können:

  • Zusatzbeitrag gestiegen: Der durchschnittliche GKV-Zusatzbeitrag stieg auf 2,5 % (2025: 2,1 %). Das bedeutet für einen Arbeitnehmer mit 60.000 € Jahresgehalt ca. 30 € mehr im Monat.
  • Beitragsbemessungsgrenze: Die BBG wurde auf 66.150 € angehoben. Darüber liegende Einkommen sind GKV-beitragsfrei – für PKV-Versicherte spielt dies keine Rolle.
  • Neue Sparmaßnahmen: Einige Kassen haben Leistungskürzungen vorgenommen, z.B. bei Zahnersatz-Festzuschüssen und Sehhilfen.
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Mehr Apps werden als Kassenleistung anerkannt – ein Trend, der auch PKV-Versicherer zunehmend adoptieren.

Häufige Fragen zu PKV-Änderungen 2026

Ja – für 2026 gilt die neue Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 €. Wenn Ihr Gehalt diese Grenze in 2026 dauerhaft überschreitet, können Sie zum 1. des übernächsten Monats nach Überschreiten wechseln. Eine Verpflichtung aus 2025 ist nicht notwendig.
Die ePA hat keine direkte Auswirkung auf Ihren PKV-Beitrag. Versicherer dürfen weder Boni noch Abschläge an die ePA-Nutzung knüpfen. Indirekt kann die bessere Datenlage jedoch zu effizienteren Behandlungen führen, was langfristig Beitragsanpassungen dämpfen könnte.
Der gestiegene GKV-Zusatzbeitrag (2,5 % in 2026) macht den Vergleich mit der PKV für viele attraktiver. Besonders für gesunde Personen unter 40 Jahren mit gutem Einkommen kann ein Wechsel jetzt deutlich günstiger sein. Lassen Sie sich konkret durchrechnen – mit unserem Vergleichsrechner erhalten Sie eine erste Orientierung.

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Marc Seeber PKV-Experte

Marc Seeber

Marc Seeber ist unabhängiger Versicherungsberater mit Spezialisierung auf PKV. Er aktualisiert alle Inhalte auf 1A-PKV.info regelmäßig auf Basis aktueller Gesetzesänderungen, Marktdaten und Beratungspraxis. Fragen? Kontaktformular nutzen.