Englische Lebensversicherung – With-Profits Police aus Großbritannien
 

Englische Lebensversicherung

Britische With-Profits Police – Rendite, Risiken & Vergleich 2026

Die englische Lebensversicherung – auch britische Lebensversicherung oder With-Profits Police – kombiniert Todesfallschutz mit renditeorientierter Kapitalanlage. Durch den höheren Aktienanteil britischer Versicherer sind langfristig höhere Erträge möglich als bei klassischen deutschen Policen. Aber: Keine Kapitalgarantie.

  • Höhere Renditechancen durch Aktienanteil (historisch 4–7% p.a.)
  • Reguliert durch FCA/PRA (UK) – nicht BaFin
  • Mindestlaufzeit 15–25 Jahre empfohlen
  • Steuerlich teils vorteilhafter als deutsche Alternativen
  • Keine Kapitalgarantie – nur für risikobereite Anleger
MS
Marc Seeber Unabhängiger Versicherungsberater, Spezialist für englische Lebensversicherungen

„Englische Policen sind kein Massenprodukt – ich berate Sie individuell, ehrlich und ohne Verkaufsdruck."

Was ist eine englische Lebensversicherung?

Bei einer englischen oder britischen Lebensversicherung handelt es sich um ein Versicherungs- und Anlageprodukt britischer Versicherungsgesellschaften – auch als With-Profits Police bekannt. Der entscheidende Unterschied zu deutschen Produkten liegt in der Anlagestrategie: Während deutsche Lebensversicherungen überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investieren und Kapitalgarantien bieten, legen britische Versicherer einen deutlich größeren Anteil in Aktien und Sachwerte an.

Wie funktioniert eine With-Profits Police?

Die Versicherungsgesellschaft verwaltet die Beiträge aller Versicherten in einem gemeinsamen With-Profits Fund, der in Aktien, Anleihen, Immobilien und Infrastruktur investiert. Jährlich werden sogenannte Boni auf die Police gutgeschrieben:

  • Jahresbonus (Annual Bonus / Reversionary Bonus): Wird jährlich gutgeschrieben und ist danach nicht mehr entziehbar (Ratchet-Prinzip)
  • Terminal Bonus: Wird am Laufzeitende ausgezahlt und spiegelt die langfristige Gesamtperformance des Fonds wider

Das Glättungsverfahren (smoothing) sorgt dafür, dass Börsenschwankungen abgemildert werden – sowohl nach oben als auch nach unten.

Historische Renditen als Orientierung: Britische With-Profits Fonds haben historisch zwischen 4 und 7 % p.a. über lange Zeiträume erzielt. Diese Werte sind keine Garantie für die Zukunft und hängen stark vom Versicherer und dem Zeitraum ab. Jetzt kostenlos beraten lassen →

Englische vs. deutsche Lebensversicherung – direkter Vergleich

🇩🇪 Deutsche Lebensversicherung

  • Kapitalgarantie (Mindestleistung gesichert)
  • Sicherheitsorientiert: hauptsächlich Anleihen
  • Reguliert durch BaFin (EU-Standard)
  • Steuerliche Behandlung nach deutschem EStG
  • Berechenbarer, aber niedriger Ertrag (1–3%)
  • Für sicherheitsorientierte Anleger geeignet

🇬🇧 Englische Lebensversicherung

  • Keine Kapitalgarantie – Verlustrisiko vorhanden
  • Höherer Aktienanteil: höhere Renditechancen (4–7%)
  • Reguliert durch FCA/PRA (UK, nicht EU)
  • Teils steuerlich vorteilhafter – je nach Situation
  • Glättungsverfahren puffert Schwankungen ab
  • Nur für risikobereite Langfristanleger (15+ Jahre)

Für wen eignet sich eine englische Lebensversicherung?

Diese Policenart eignet sich ausschließlich für Anleger, die:

  • einen Anlagehorizont von mindestens 15–25 Jahren haben
  • bereit sind, Marktschwankungen und mögliche Verluste in Kauf zu nehmen
  • bereits eine Basisabsicherung (z. B. Rürup, bAV, GKV/PKV) haben
  • ihr Portfolio international diversifizieren möchten
  • auf Kapitalgarantien verzichten können
⚠️ Wichtiger Hinweis: Englische Lebensversicherungen sind komplexe Finanzprodukte und nicht für jeden geeignet. Nach dem Brexit unterliegen sie nicht mehr der deutschen BaFin, sondern der britischen FCA/PRA. Es besteht kein Einlagenschutz nach EU-Richtlinien. Eine unabhängige Beratung ist unbedingt erforderlich, bevor Sie eine solche Police abschließen.

Englische Lebensversicherung nach dem Brexit

Seit dem Brexit im Januar 2021 hat sich die Regulierungslage geändert. Britische Versicherer haben keinen automatischen Zugang mehr zum EU-Markt. Viele große Anbieter (z. B. Clerical Medical, Standard Life, Royal London) haben ihre Strukturen angepasst, um weiterhin deutsche Kunden bedienen zu können – entweder über EU-Tochtergesellschaften oder unter bestehenden Vertragsbeziehungen. Bestehende Verträge laufen unverändert weiter. Neue Policen sollten jedoch immer mit einem Experten besprochen werden, der die aktuelle Rechtslage kennt.

Häufige Fragen zur englischen Lebensversicherung

Alles, was Sie wissen müssen – erklärt von Marc Seeber

Was ist eine englische Lebensversicherung?
Eine englische Lebensversicherung (auch britische Lebensversicherung oder With-Profits Police) ist eine Kombination aus Todesfallschutz und Kapitalanlage britischer Versicherer. Sie investiert Beiträge in einem Pool aus Aktien, Anleihen und Immobilien und bietet historisch höhere Renditen als deutsche Policen – allerdings ohne Kapitalgarantie und mit einer empfohlenen Mindestlaufzeit von 15–25 Jahren.
Lohnt sich eine englische Lebensversicherung 2026 noch?
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Nach dem Brexit unterliegen englische Policen der britischen FCA/PRA statt der BaFin. Für risikobereite Anleger mit langem Horizont (15+ Jahre) können sie nach wie vor sinnvoll sein. Eine individuelle Beratung durch einen unabhängigen Experten ist jedoch unbedingt notwendig – kontaktieren Sie uns gerne kostenlos.
Was passiert mit einer englischen Lebensversicherung nach dem Brexit?
Bestehende Verträge laufen weiter. Neue Policen unterliegen der britischen Regulierung (FCA/PRA), nicht mehr der EU-Einlagensicherung. Seriöse Anbieter haben ihre Strukturen angepasst. Die steuerliche Behandlung in Deutschland bleibt grundsätzlich unverändert, kann aber im Einzelfall komplex sein – ein Steuerberater sollte hinzugezogen werden.
Was ist ein With-Profits Bonus?
Jährlich werden reversible Boni auf die Police gutgeschrieben. Einmal gutgeschriebene Boni können nicht zurückgenommen werden (Ratchet-Prinzip). Am Ende der Laufzeit kommt ein Terminal Bonus hinzu, der die langfristige Fondsperformance widerspiegelt. Das Glättungsverfahren sorgt dafür, dass kurzfristige Marktschwankungen abgepuffert werden.
Was passiert bei vorzeitiger Kündigung?
Bei vorzeitiger Kündigung können erhebliche Kosten entstehen und der Rückkaufswert liegt möglicherweise deutlich unter den eingezahlten Beiträgen – besonders in den ersten Jahren. Diese Produkte sind für die langfristige Anlage konzipiert. Eine Kündigung sollte nur im äußersten Notfall erfolgen und vorher mit einem Experten besprochen werden.
Wie ist die steuerliche Behandlung in Deutschland?
Unter bestimmten Bedingungen können englische Lebensversicherungen steuerlich vorteilhafter sein als vergleichbare deutsche Produkte – etwa wenn die Police älter als 12 Jahre ist und nach dem 62. Lebensjahr ausgezahlt wird. Die genaue Behandlung hängt von der individuellen Steuersituation ab. Lassen Sie sich von einem Steuerberater informieren.

Englische Lebensversicherung – persönliche Beratung

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